Spendenaufruf: Ein Raum für Gemeinschaftsgärten im Haus der Statistik

Das Haus der Statistik in Berlin wird zu einem selbstverwalteten Ort des gesellschaftlichen Wandels entwickelt. Eine Gruppe Berliner Gemeinschaftgärten hat sich für einen Raum beworben – für Netzwerkarbeit, Treffen, Stadt anders machen. Und es hat geklappt. Als Teil der gegründeten Genossenschaft „AndersMachen e.G.“ haben Berliner Gemeinschaftsgärten die Möglichkeit, mit vielfältigen anderen Initiativen Teil einer Bewegung an diesem Ort zu sein, der nicht nur diesen, sondern auch die Stadt einmal mehr sozial-ökologisch weiterentwickeln wird.

Um den Anteil an der Genossenschaft in Höhe von ca. 5.500 € zusammen zu bekommen, brauchen wir Hilfe und rufen Euch alle, die Ihr diese Idee und unsere Bewegung unterstützt, auf zu spenden. Die erste Anzahlung wird Ende Januar fällig. Spendet also bitte, was Ihr könnt, schon bis dahin. Jeder Beitrag hilft und auch später, DANKE! Zum Spendenaufruf mit ausführlichen Infos:

Stellungnahme des Netzwerks Urbane Gärten Berlin zur „Förderung gemeinschaftlichen Gärtnerns“ im Koalitionsvertrag von CDU und SPD

Der Frühling ist da und macht auch in Berlins Gemeinschaftsgärten alles neu. Die Arbeit beginnt, es wird gegraben, gepflanzt, kompostiert, geimkert, geerntet und sich gefreut, am Stadtrand und mittendrin, zwischen Häusern, auf Häusern und auf freien Flächen mit Weitblick, meistens gemeinsam und, obwohl nicht gesichert, meist seit vielen Jahren stetig in und für die Nachbarschaften gewachsen. Im Frühling zeigen sich die ersten zarten Pflänzchen. Mit denen, vor allem mit ihrer Empfindlichkeit, kennen wir uns in Gemeinschaftsgärten besonders gut aus, denn unsere Gärten sind offene, geteilte Freiräume, die nicht immer und nicht von allen mit Achtsamkeit und Wertschätzung behandelt werden.

Neu in diesem Frühling ist auch der Entwurf für die Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und SPD. Sie wollen gemeinsam die neue Regierung in Berlin bilden und zwar unter dem Motto „sozial, innovativ, verlässlich und nachhaltig“.

Die Berliner Gemeinschaftsgärten, über 200 inzwischen, sind Orte mit großer Bedeutung für unsere Stadtgesellschaft in sozialer und ökologischer Hinsicht, einmal mehr unter dem Vorzeichen des Klimawandels, insbesondere in den Innenstädten. Gemeinschaftsgärten gehören zum „Grundgerüst des Berliner Stadtgrüns“ und sind „Teil der Berliner Lebensqualität“. So bescheinigt es die im Frühjahr 2020 im Senat angenommene und vom Rat der Bürgermeister*innen verabschiedete Charta für das Berliner Stadtgrün. Sie ist die Selbstverpflichtung des Landes Berlin für den Erhalt und die nachhaltige Entwicklung des Grüns in der Stadt.

Die Charta war auch eine der Grundlagen für ein nächstes und deutlich weitergehendes Bekenntnis zur Bedeutung der Gemeinschaftsgärten mit konkreten Umsetzungsperspektiven: das Berliner Gemeinschaftsgarten-Programm. Es wurde in einem partizipativen Prozess zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung ab 2020 entwickelt und im Januar 2023 im Berliner Senat beschlossen. Ein zartes Pflänzchen, solange es Papier bleibt, doch es hat Kraft. Es könnte die von Gemeinschaftsgartenaktivist*innen seit Langem eingeforderte Sicherung bereits bestehender Flächen und weitere Flächenerschließungen für neue Gemeinschaftsgärten deutlich befördern und konkrete, verbindliche Schritte folgen lassen. Genau diese Ziele erklärt das Programm zu den zentralen Anliegen. Der Weg ist schon beschrieben, jetzt muss er nur noch beschritten werden.

Womöglich war es tatsächlich Unwissen um das beschlossene Gemeinschaftsgarten-Programm und nicht Ignoranz. Wie dem auch sei, die Suche nach dem Programm als vorliegendes konkretes Instrument bleibt im Koalitionsvertrag von CDU und SPD vergeblich. Dort wollen die Parteien, neben der Sicherung von Kleingärten, „Formen des gemeinschaftlichen Gärtnerns“ zwar fördern. Allerdings bleibt die Förderung „gemeinschaftlichen Gärtnerns“ im Entwurf für den Koalitionsvertrag ein kleiner Beisatz. Noch dazu einer ohne Bezug zum Gemeinschaftsgarten-Programm und ohne Ideen zur Umsetzung. Das ärgert uns! Genauso wie der Griff nach dem per Volksentscheid errungenen Tempelhofer Feld Gesetz uns Sorgen bereitet für die Gärten dort, für das Feld und für die Demokratie!

Wir fordern CDU und SPD und jedes andere, mögliche neue Regierungsbündnis auf, die bisherigen Fortschritte und Beschlüsse nicht zu ignorieren, sondern ernst zu nehmen. Setzen Sie den partizipativen Prozess für die Umsetzung des vom Senat beschlossenen erarbeiteten Berliner Gemeinschaftsgarten-Programms fort und sorgen Sie konsequent für dessen Implementierung in den Bezirken und im Land Berlin.

Zukunft für die Gärten – Gärten für die Zukunft

Die Umstände in der Pandemie haben uns einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig Stadtgärten für unsere Begegnungen, für Solidarität, für unsere körperliche und mentale Gesundheit sind. Daher liegt der Schwerpunkt des dritten Forum Stadtgärtnern auf dem Thema Gesundheit. Und es stehen auch Wahlen in Berlin an. Sie werden mit darüber entscheiden, welche Prioritäten in der Stadtentwicklung gesetzt werden, ob und wie Grün- und Freiflächen, wie Klein- und Gemeinschaftsgärten geschützt werden.

Nach wie vor fordern wir dabei nicht nur „Berlin braucht mehr Gärten!“, wir sagen auch, warum, und fragen, wie es gelingen kann, bestehende und neue Gärten dauerhaft zu sichern. Vertreter*innen der demokratischen Parteien in Berlin sind eingeladen und aufgerufen am Ende der Veranstaltung Stellung zu den Forderungen zu beziehen.

Das dritte Forum Stadtgärtnern in der Reihe „Zukunft für die Gärten – Gärten für die Zukunft“ findet am 20.08.21 um 17 Uhr im Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor statt. Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung gibt es hier: https://form.jotform.com/kiezgarten/forum-stadtgaertnern-2021

Tag des Gartens

Zum Tag des Gartens am 13. Juni machten Berlins Kleingärten und Gemeinschaftsgärten ihre Forderung deutlich: Berlin braucht mehr Gärten!

Die Buchstaben dafür haben die Gärten gemeinsam zusammengetragen – gepflanzt, gelegten, gesät, gekeimt. Herausgekommen sind originelle und liebevolle Montagen. Mit dieser gemeinschaftlichen Aktion soll auf die große und vielseitige Bedeutung von Stadtgärten in der Hauptstadt hingewiesen werden. #TagdesGartens #BerlinbrauchtmehrGärten

Tag für mehr Gärten

Am Sonntag, 13.6.2021, ist Tag des Gartens. Lasst uns auch an diesem Tag deutlich machen: Berlin braucht mehr Gärten!

Das Forum Stadtgärtnern plant eine gemeinsame Aktion aller Berliner Stadtgärtner*innen, für die es Buchstaben von Euch braucht: Malt, bastelt, baut, pflanzt, tanzt… einen oder mehrere Buchstaben aus dem Satz: BERLIN BRAUCHT MEHR GÄRTEN! Lasst Eurer Kreativität freien Lauf. Macht bitte ein Foto davon und schickt es bis Freitag, den 4. Juni an: forum-sg@gmx.net. Bitte tragt in dieses padlet ein, welche Buchstaben ihr übernehmt. Ihr braucht dafür kein Login, keine Registrierung, keine App. Einfach klicken und in die Kommentare bei den Buchstaben euren Garten oder Namen notieren.

Wir als Netzwerk urbane Gärten Berlin machen auch mit und freuen uns auf die gemeinsame Aktion und auf viele Buchstaben.

PS: Das Forum Stadtgärtnern findet ihr auch auf Instagram unter: @berlin_braucht_mehr_gaerten. Die Hashtags für diesen Tag lauten: #TagdesGartens#ForumStadtgaertnern#BerlinbrauchtmehrGärten.

Statement der Senatsverwaltung zu den Gemeinschaftsgärten in der Pandemie

Im November hat das Netzwerk Urbane Gärten Berlin bei Toni Karge (Urban Gardening-Beauftragter des Landes Berlin) um Unterstützung für die Gemeinschaftsgärten in Pandemie-Zeiten gebeten, ebenso wie um eine Einordnung der Öffnung der Gärten in Bezug auf coronabedingte Maßnahmen. Hier teilen wir die Rückmeldung von Staatssekretär Stefan Tidow mit Euch:

Wir haben uns sehr über die positive und anerkennende Rückmeldung gefreut und sind gespannt auf das Gemeinschaftsgarten-Programm für Berlin!

Radix – Ein Gartenmagazin

Gemeinschaftsgartenaktivist*innen machen ein Magazin rund um Gemeinschaftsgärten, Stadtpolitik und Ökologie. Unterschiedliche Meinungen und Beiträge sollen darin Platz finden. Die erste Ausgabe des quartalsweise erscheinenden Magazins ist für Januar geplant. Das Redaktionsteam freut sich über Leute, die Lust haben zum Magazin beizutragen: Mit Artikeln, Rezepten, Zeichnungen, Terminen, Verteilung, Finanzierung und was sonst noch einfällt. Einsendeschluss für die erste Ausgabe ist der 10. Januar 2020. Meldet Euch bei Interesse bitte bei: radix-magazin@riseup.net